Drucken

Die Räuber on Tour in Mecklenburg vom 20.-23.07.2017

Nach der Abfahrt von Gummersbach am vergangenen Donnerstag, 7.30 Uhr, begrüßte der Reiseleiter, Vorstandsmitglied Günter Rodenbeck, die erwartungsfrohe Reisegesellschaft – 22 Sänger und 16 Frauen -, die sich in bester Stimmung befanden. Besonders begrüßte er den Chorleiter Gus Anton mit seiner Gattin Ursula und die Neuen, die zum ersten Mal eine „Räuberreise“ mitmachten. Er gedachte auch Helga Teschke, der verstorbenen Frau des Ehrenvorsitzenden.

Chor singt im Schweriner Dom am 23.07.17

Von Gummersbach ging es dann Richtung Mecklenburg. Am späten Nachmittag war das Ziel Schwerin erreicht. Nachdem die Hotelzimmer bezogen waren, ging es in die Stadt. Dort standen die Stadtführerinnen schon zur Führung bereit. Das Herz Schwerins schlägt auf einer idyllischen Insel inmitten des Schweriner Sees. Das Schweriner Schloss, eingebettet in die Schweriner Seenlandschaft, gleicht einem wahren Märchenschloss. Weitere Sehenswürdigkeiten waren die typisch klassizistischen Repräsentativbauten, wie u.a. das Staatliche Museum, das Staatstheater, das Alte Palais . Sehenswert waren der Marktplatz, die Altstadt und Denkmäler. Besonders beeindruckend waren für die Reisenden aus der „Lindenstadt Gummersbach“ die hochgewachsenen Lindenbäume. Sie schienen die Vergleiche zu vielen hohen Bauwerken nicht zu scheuen. Überhaupt auch die Vielzahl. Überwältigt von den Eindrücken der Sehenswürdigkeiten fuhr die Reisegruppe zurück zum Hotel.

Am Freitag fuhr der Bus dann zur Hansestadt Wismar. Auch hier wurden den Gästen von Stadtführern die Sehenswürdigkeiten nähergebracht. Schon der Alte Hafen lässt heute noch den Glanz der Hansezeit erahnen, als Wismar eine der mächtigsten Hansestädte in Europa war. Die geschützte Lage durch die Wismarer Bucht machten Wismar zum idealen Handelsplatz.

Beeindruckt war man von der Nikolai Kirche, die von 1381 bis 1487 erbaut wurde. Sie war die Kirche der Seefahrer und Fischer und gehört zu den größten Kirchen Mitteleuropas. Selbstverständlich, dass die Sänger hier eine Gesangsdarbietung unter der Stabführung ihres Vizedirigenten Jürgen Trautner boten. Auch in der St. Georgen Kirche wurden Lieder zur Freude der Kirchenbesucher angestimmt.

Erwähnenswert ist auch der ca. 10.000 qm große Marktplatz. Er gehört damit zu den größten in Deutschland. Hier steht die berühmte Wasserkunst, ein Prunkbau, der in früheren Zeiten der Wasserversorgung der Wismarer Bürger diente. Durch den größer werdenden Trinkwasserbedarf, besonders auch durch die Bierbrauereien , wurde um das Jahr 1563 mit dem Bau eines hölzernen Brunnens begonnen. Die Besucher waren sich einig, dass es doch gut ist, einen Aggerverband zu haben. Nach der Führung stärkten sich die durch die Lauferei strapazierten Männer und Frauen im Hafen mit einem Räucher- oder Backfischbrötchen direkt vom Fischkutter. Dann fuhr die Gesellschaft mit einem Schiff zur Insel Poel. Das jüngste Ostseebad des Landes liegt im Dreieck zwischen den Hansestädten Lübeck, Wismar und Rostock. Die Insel ist mit 36 qkm Fläche die siebtgrößte deutsche Insel. Dort angekommen, hätte man sich gerne mit Badezeug ins Wasser gestürzt. Die Sonne und die hochsommerlichen Temperaturen an diesem Tag waren dazu angetan. Aber aufgrund der Wetterprognosen war niemand darauf vorbereitet.

Nach einem einstündigen Aufenthalt fuhr man mit dem Bus über den Damm nach Schwerin. Abends wurde das Altstadtbrauhaus in Schwerin aufgesucht. Der „Stadtkrug“ ist ein Brauhaus typisch norddeutscher Prägung. Es erwartete die Gruppe ein gutes Essen, welches der Reiseleiter schon im Vorfeld der Reise zur Auswahl angeboten hatte. Wenn im Prospekt stand: Der fassfrische Altstadtbräu-Nachschub funktioniert reibungslos, so wurden die Sänger davon nicht überzeugt. Der „Nachschub“ konnte den durstigen Sängerkehlen kaum gerecht werden.

Am Samstag ging es dann, so manch einer mit „Schädelbrummen“, das Altstadtbräu hatte doch wohl gereicht, in die Stadt. Eine Schlossführung war angesagt. Das Schlossmuseum war schon beeindruckend. Hier konnten die Wohn- und Repräsentationsräume der Großherzoge, der prunkvoll gestaltete Thronsaal und vieles mehr bewundert werden. Anschließend fuhr die Gruppe mit einem Schiff der „Weisse Flotte“. Bei dieser Fahrt konnte die Seenlandschaft und auch die Ansicht des Schlosses als besonders schön erlebt werden. Danach ging es zum Mittagessen in ein Fischrestaurant und anschließend zurück ins Hotel.

Um 19.00 Uhr brachte der Bus die Gruppe bei strömendem Regen zum Alten Garten von Schwerin. Hier erwarteten alle, die dem Regen trotzten, das eigentliche Glanzlicht der Reise: Das Musical „WEST SIDE STORY“. Wer kennt nicht die mitreißenden und zu Herzen gehenden Songs wie „Maria“, „Tonight“, „I Feel Pretty“, „Amerika“ oder Somewhere“… Der international gefragte Choreograph Simon Eichenberger hat das Musical aller Musicals temporeich in Szene gesetzt. Kaum hatten die Besucher mit wetterfester Kleidung präpariert Platz genommen, da hörte es auf zu regnen. Fasziniert von der einzigartigen Atmosphäre der Umgebung und dem Musical fuhr man zurück ins Hotel.

Am Sonntag um 8.30 Uhr wurden die Sänger mit Chorleiter dann zur Probe in den Schweriner Dom abgeholt. Der Dom St. Martin und St. Johannis ist eine Bischofskirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und Schwerin. Er gehört zu den Hauptwerken der Backsteingotik. Hier erwartete uns der KMD Prof. Jan Ernst, der den Chor auf einer im Jahre 1871 erbauten Orgel begleitete. Er ist Kantor am Schweriner Dom. Daneben unterrichtet er an der Musikschule in Hamburg. Die Räuber waren stolz darauf, den Gottesdienst mit einigen Vorträgen mitgestalten zu können. Die herzlichen Dankesworte der Gottesdienstbesucher sowie auch der Dompredigerin Ariane Bayer waren den Einsatz wert.

Sofort nach dem Gottesdienst ging es zurück ins Hotel und dann Richtung Gummersbach. Der Vorsitzende Klaus Müller dankte dem Reiseleiter für die ausgezeichnete Planung und Organisation der Reise und die vielen schönen Überraschungen. Mit Gesang und guter Stimmung ging es zurück ins Oberbergische. Kurz vor dem Ende der Reise hatte der Vorsitzende die traurige Pflicht, den Tod des Sangesbruders und Mitbegründers der Räuber Rudi Cramer mitzuteilen. Große Traurigkeit machte sich breit und bei einer Komposition des norwegischen Komponisten Edvard Grieg gedachten alle seiner.