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Ein Abend mit Schlagern von gestern

oa_logoEin Artikel der Oberberg Aktuell

31-12-2014raeuber-vor1

(mg/01.05.2016-10:28)

Gummersbach - Beim traditionellen Silvester-Cocktail des Quartettvereins gab es bereits zu Beginn großen Applaus im Stadttheater.

Von Michael Gauger (Bilder: Michael Gauger)

Gummersbach - Der Quartettverein „Die Räuber“ bot beim Frühlingskonzert im Stadttheater kurzweilige Unterhaltung - Musikalische Unterstützung durch die „Rheinsirenen“.

Ein voller Theatersaal zeugte erneut vom hohen Bekanntheitsgrad der „Räuber“. Das erwartungsvolle und durchweg ältere Publikum sollte nicht enttäuscht werden. Neben Sigrid Althoff, die aus Gummersbach stammende und nun in Dortmund lebende Pianistin, hatte man mit den „Rheinsirenen“ sechs gestandene Musikerinnen eingeladen, die den Abend zu einem besonderen Erlebnis werden ließen.

RTEmagicC 30-4-2016raeuber1.JPG[„Wer ein Programmheft gekauft, hat's gut, denn der weiß, wie es weitergeht“, stellte Gus Anton fest.]

Zu Beginn stimmten die 27 Sänger mit ihrem Chorleiter Gus Anton und großartiger Klavierunterstützung ein „Sei gegrüßt“ an. Schlagertitel aus den 1920er und 1930er Jahren, der Nachkriegszeit, und den "Sixties" wurden an diesem Abend präsentiert. „Sie erleben heute ein außergewöhnliches Programm“, versprach Chorleiter Anton, „und wir singen Deutsch, damit sie auch alles verstehen!“ Überhaupt waren es die charmant-ironischen Moderationen und Ankündigungen der Lieder, die immer wieder für eine heitere Atmosphäre im Saal sorgte.

Mit „Liebling, mein Herz läßt dich grüßen“ starteten die Rheinsirenen ihren ersten Part. Auf die Frage, aus welchem Film das Lied stamme, wollte keine Antwort folgen. „Die Drei von der Tankstelle“, klärte Frontfrau und Violinistin Verena Wittmann schnell auf. Zarah Leanders „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, der schmissige Tango „El Coclo“ und „Bel Ami“ folgten, bevor die Herren mit ihrem nächsten Block zu „Einer Nacht in Monte Carlo“ einluden oder fragten „Was will der Mann da auf der Veranda ?“. Nach dem Titel von Robert Stolz „Ob blond, ob braun, ich liebe alle Frau´n“ ging es in die etwa halbstündige Pause.

RTEmagicC 30-4-2016raeuber2.JPG[Eine kleine Tanzeinlage und die Konzertgäste klatschten sofort mit.]

Gus Anton kündigte scherzhaft mit „Egal, ob Granada oder Sevilla - Hauptsache Italien“ den wohl bekanntesten Titel für Tenöre, „Granada“, in einer Chorversion an und erntete viele Lacher des Publikums. Die bekannte Melodie „Moon River“ erklang in Deutsch als „Für immer“ und mag so manchen zu leisem Mitsummen verleitet haben. „Ich hab´s nicht mit Zahlen - und mit Namen auch nicht“, scherzte Anton und wollte im Anschluss seinen Chor bereits ein Lied früher als geplant auf die Stühle schicken.

Die gutgelaunte Damenband sorgte, den Abend über mit insgesamt zehn wechselnden Instrumenten und drei Stimmen, zur Freude des Publikums im nächsten Abschnitt wieder für einen temperamentvollen Mix aus nostalgischen Schlagern, Swing, Latin und Filmmusik, sowie kleinen Charleston-Tanzeinlagen. Alle sind studierte Musikerinnen und seit über zehn Jahren in unveränderter Besetzung im gesamten Bundesgebiet unterwegs. Mit der Feststellung, das „Mimi ohne Krimi nie ins Bett geht“ und „Diamonds are girls best friends“ sind, übergab man zum letzten Akt an die Gastgeber.

Wer, gemäß dem Titel mit „Lust auf Schlager von gestern“ hierhergekommen war, der wurde von den Künstlern der Veranstaltung bestens unterhalten.