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Sänger ließen den Flieder erblühen

Ein Artikel der OVZ vom 21.04.2015

kolnische 2015-04-21-30 Bewährtes Gespann: Sigrid Althoff begleitete die Gummersbacher Sänger ein weiteres Mal am Flügel mit Temperament und Präzision. (Foto: Hillenbach)

Gut gelauntes Frühlingskonzert des Quartettvereins „Die Räuber“ im Theater

Von Katja Lepperhoff

GUMMERSBACH.Zauberhafte Melodien aus der Stadt des Walzers, spritzige Perlen der Schlagermusik und feurige Tangomusik. Kurz gesagt, es war ein Konzertnachmittag für Leute, die sich mit guter Musik genüsslich auf den Frühling einstimmen lassen wollten.

Im fast ausverkauften Theater der Stadt präsentierten der Quartettverein "Die Räuber" und sein Dirigent Gus Anton unter dem Motto "Wenn der weiße Flieder wieder blüht" ein unterhaltsames, mehr als zweistündiges Programm. Mit von der Partie waren das exzellente Salonorchester "Il Piacere" und Pianistin Sigrid Althoff als virtuose Begleitung am Flügel. Nostalgische Gefühle weckte das von den Räubern als Opener gesungene "Das waren Zeiten". In locker leichtem Tonfall erinnerte das Ensemble an die Vorzüge der guten alten Zeit.

Kraftvoll folgte das Shanty "Wir fahren übers weite Meer", das von einer unheimlichen Überfahrt ohne Wiederkehr erzählte. Ein Cocktail unvergessener Melodien im Schellacksound versetzte die Zuhörer in Omas Wohnzimmer. "Frauen sind keine Engel", "Gib mir einen Kuss durchs Telefon", oder "Es wird in hundert Jahren wieder so ein Frühling sein" ist Musik, die viele Generationen begeistert hat.

Stilvoll und mit guter stimmlicher Präsenz ließ der Chor die beliebten Evergreens wieder aufleben. Richtig was fürs Herz war "Im Prater blühen wieder die Bäume". Gefühlvoll und ausdrucksstark interpretierte der Quartettverein das Lied, das Robert Stolz als Hommage an die geliebte Stadt Wien schrieb.

Dass der Konzertnachmittag so gut gelang, war ebenso ein Verdienst des hervorragenden Orchesters "Il Piacere". Der Name bedeutet so viel wie "das Vergnügen". Und das bereiteten die fünf Herren und eine Dame mit ihrer kultivierten, niveauvollen Salonmusik auch. Elegant und tänzerisch erklang aus der Stadt der Liebe "Sous le ciel de Paris", temperamentvoll und heißblütig spielte das Ensemble "Granada". Weder Musiker noch Sänger kamen ohne Zugabe von der Bühne.