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Konzertreise mit dem Quartettverein „Die Räuber“

Rhein-Kreuzfahrt von Samstag, 04. bis Samstag, 11. August 2012

An der Reise nahmen außer den Chormitgliedern deren Frauen und Angehörige des Freundeskreises teil. Das Schiff trägt den Namen „MS Rheinprinzessin“. Die Größenordnung ist für die Anzahl von 130 Reiseteilnehmern passend gewählt.
Die Route führt von Köln nach Straßburg und zurück. Die Busse der Firma Hofacker bringen die große Reisegruppe nach Köln und stehen während der gesamten Reise für Landausflüge und die erforderlichen Transfers zu Verfügung.

Pünktlich zum Einschiffungstermin Samstag um 14.30 Uhr sind alle an Bord. Mit Begrüßungszeremonie, Kennenlernen des Schiffes (das mit besonders geräumigen Kabinen überrascht), dem ersten Abendessen an Bord vergehen der Tag und die erste Teilstrecke auf dem Rhein. Mit Einbruch der Dunkelheit, etwa in Höhe von Andernach, findet ein großartiges Feuerwerk statt, vom Schiff aus bestens zu beobachten. Zu beiden Ufern des Rheins haben sich viele Besucher eingefunden, und einige Schiffe sind offensichtlich wegen des Spektakels auf dem Wasser unterwegs.

Die „Rheinprinzessin“ erreicht bereits in der Nacht Koblenz. Der Ausflug zur Festung Ehrenbreitstein am Sonntagbeginnt nach dem Frühstück mit einem Spaziergang zur Seilbahn, deren Gondeln die Gäste zu Berg und später wieder zurück ins Tal bringt. Es ist ein toller Ausblick aus der schwebenden Gondel auf den großen Strom und das Mündungsgebiet der berühmten Mosel. Wer Bewegung braucht, kann das Areal auf den von üppig blühenden Rabatten gesäumten Wegen erkunden oder einen Rundgang durch die geschichtsträchtige Stadt unternehmen.

Während des Mittagessens an Bord reißt die Bewölkung auf. Bei schönstem Wetter passiert das Schiff das romantische, zum Weltkulturerbe erklärte Mittelrhein-Tal. Auf Höhe der Loreley lassen „Die Räuber“ das Lied nach dem bekannten Text von Heinrich Heine erklingen. Ein Gesang über die Schönheit des Rheins folgt.

Am frühen Montagmorgen erreicht das Schiff die Anlegestelle in Mannheim. Von dort aus geht es per Bus nach Speyerzu einem ausgedehnten Stadtrundgang. Unter fachkundiger Führung durch die alte Kaiserstadt in der Rheinebene erfährt man Vieles auch über die Geschichte des im Jahre 1061 geweihten Kaiserdoms. Das schlicht gestaltete Bauwerk in der warmen Farbe des Sandsteins, gelegen in einer weiten grünen Parkanlage ist ein beeindruckendes Monument. Von besonderem Reiz ist auch die Dreifaltigkeitskirche. Üppige Holzschnitzereien, interessante Wand- und Deckengemälde schmücken das Kircheninnere.

IMG 9224 Speyer An diesem Ort findet das Kirchenkonzert des Q.V. „Die Räuber“ statt unter der musikalischen Leitung von Gus Anton. Das Programm mit dem Titel „Dir, Herr singen wir“ beginnt mit „Kleine Messe in G“ von Gus Anton. Mit Werken von D. Bortnjansky, G.F. Händel, C. Franck, F. Liszt, W. Köster und weiteren Kompositionen von Gus Anton präsentiert der Chor ein abwechslungsreiches geistliches Programm. Die zahlreichen Besucher lassen den Chor nicht ohne Zugabe gehen. Mozart’s „Ave verum“ ist ein stimmiger Abschluß des Konzertes, das eine andachtsvolle Atmosphäre schafft.

Die Zeitung „Die Rheinpfalz“ titelt in der regionalen Ausgabe für Speyer zwei Tage später: „Chormusik vom Feinsten“ und bezeichnet den Gesang mit „Männerstimmen in Schönheit und Vollendung“. Dem ist nichts hinzuzufügen außer einem Dank an Gus Anton. Dessen ungebrochenes Engagement läßt jedes Konzert unter seiner Leitung zu einem besonderen kulturellen Ereignis werden.

In der Nacht geht es dann nach Straßburg. Dienstag am Vormittag bei schönstem Wetter, vermittelten eine Stadtrundfahrt per Bus und ein darauf folgender Rundgang erste Eindrücke. Straßburg ist alles in einem: Verkehrsknotenpunkt alter und neuer Straßen und wichtiger Wasserwege, Wirtschaftszentrum des Oberrheins, Zentrum abendlän-discher Kultur, Sitz des Europarates und - direkt auffällig - eine Blumenstadt. Üppig und vielfarbig bietet sich ein Anblick märchenhafter Blumenpracht. Nachmittags bekommt man bei einer Bootsrundfahrt auf der Ill die Hauptsehenswürdigkeiten nochmals präsentiert – von einer anderen Seite.

Am nächsten Tag, Mittwoch, ist zunächst faulenzen an Deck angesagt oder ein Spaziergang von der Anlegestelle aus. Nach dem Mittagessen an Bord stehen wieder die Busse bereit für den Besuch von Colmar und eine daran anschließende Tour entlang der elsässischen Weinstraße. Colmar liegt am Fuße der Vogesen, die Weinberge beginnen gleich am Westrand der Stadt. Das mittelalterliche Zentrum ist ein touristischer Magnet. Ebenso das Museum Unterlinden, in dem der berühmte „Isenheimer Altar“ von Matthias Grünewald zu besichtigen ist.
Auch der Weinort Riquewihr zeigt noch seinen mittelalterlichen Charakter mit großen- teils erhaltenen Mauern und Türmen aus dem 13. und 15. Jahrhundert. Malerische Häuser und Höfe bergen gemütliche Gaststätten, die mit besten Weinen zum Verweilen bei einem kühlen Glase locken. Vergnüglich geht nach viel zu kurzem Aufenthalt die Reise durch eine landschaftlich reizvolle Gegend zurück zum Schiff.

Die nächste Anlegestelle ist Kehl, die am Donnerstag schon sehr früh erreicht wird. Mit Bussen geht’s nach Baden-Baden zu einer Stadtbesichtigung mit ortskundiger Führung.

IMG 9372 Baden-Baden Am Nachmittag findet im berühmten Weinbrenner-Saal des Kurhauses ein weiteres Konzert des Q.V. „Die Räuber“ statt, welches eine Vielzahl von Besuchern anlockt. Dieses Mal ist ein heiteres Programm angesagt. Vom Zigeunerlied bis zum Negro-Spiritual erklingt ein Reigen mitreißenden Chorgesangs, von Gus Anton selbst am Flügel temperamentvoll begleitet. Mit stehenden Ovationen belohnt ein begeistertes Publikum den Chor und seinen musikalischen Leiter Gus Anton.
Zum Ausklang des musikalischen Erlebnisses verweilt man noch etwa zwei Stunden in der traditionsreichen Kurstadt, deren besonderem Flair sich niemand entziehen kann.

Rheinabwärts bringt das Schiff die Reisenden bei nächtlicher Fahrt nach Mainz.

Hier steht der Freitag voll zur Verfügung. Die vormittägliche Stadtführung wird durch einen spontanen Chorgesang der „Räuber“ a capella im Dom bereichert. Nachmittags besuchen viele in Eigeninitiative die gotische Hallenkirche St. Stephan, um die von Marc Chagall geschaffenen Glasfenster zu bewundern. Hier ist das bekannte Chagall-Blau entstanden, welches noch keine Nachahmer gefunden hat.
Am Abend war zum Kapitäns-Abschieds-Cocktail geladen mit anschließendem Gala-Abschiedsessen. Um 23.00 Uhr nimmt das Schiff Kurs auf Köln, wo die abwechslungsreiche Reise am Samstag endet und die Busse zum Transfer nach Gummersbach< starten.

Rückblickend ist festzustellen, daß das Planungsteam, zusammengesetzt aus den Vorständen von Chor und Freundeskreis, eine Riesenaufgabe mit zahllosen Details glänzend gemeistert hat. Ein Kompliment geht an das Reiseunternehmen Hofacker aus Reichshof, das alle reisetechnischen Erfordernisse einschließlich ständiger Verfügbarkeit von drei Reisebussen organisiert hat.

Höchste Anerkennung gebührt Gus Anton, durch dessen Wirken die Flußkreuzfahrt zu einer wunderbaren anspruchsvollen Konzertreise wurde.

Autor: Brigitta Baloch / Fotos: Helmut Steickmann

 

Geschrieben von: Brigitta Baloch / Fotos: Helmut Steickmann.