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Räuber unterwegs auf Flügeln des Gesanges

Gummersbacher Quartettverein bereichert das Theaterprogramm seit 40 Jahren mit seinen Konzerten

Von Katja Lepperhoff

GUMMERSBACH.Das Herbstkonzert des Quartettvereins "Die Räuber" ist für viele Musikfreunde ein fester Termin im Jahr. Und so erstaunte es nicht, dass das Theater der Stadt wieder voll besetzt war. Seit der Eröffnung vor 40 Jahren präsentierte der Gummersbacher Traditionschor unter der Leitung von Gus Anton auf der Gummersbacher Bühne viele unvergessliche Konzerte.

Das Programm an diesem Abend hatte einige Ohrwürmer zu bieten. Es reichte vom Kunstlied bis zum großen Opernchor. Mit dem romantischen Titel "Auf Flügeln des Gesanges" von Mendelssohn eröffnete das Ensemble den Reigen von sinnlich bewegten und kraftvollen Kompositionen. Die Räuber präsentierten sich wie immer in blendender Form. Bei gefühlsbetonten Liedern wie "Die Nacht" und "Die Post" zeigten die Sänger mit ihren ausdrucksstarken, hingebungsvollen Vorträgen das ganze Spektrum an Sehnsüchten nach Liebe und der Schönheit der Natur.

Zigeunerchor und Toreromarsch

Im zweiten Programmteil interpretierte der Chor stimmgewaltig bekannte Opernchöre von Verdi, Bizet und Wagner. Munter und schwungvoll erklang der Zigeunerchor aus dem "Troubadour". Sprachliche und rhythmische Exaktheit machten den Torero-Marsch aus "Carmen" zu einem musikalischen Genuss. Den gab es auch mit den beiden Gesangssolisten Christiane Linke (Sopran) und Stefan Lex (Tenor). Ihre Stimmen harmonierten beim innigen Liebesduett "O soave fanciulla" aus "La Boheme" vorzüglich. Mit seiner raumfassenden, mühelos in die Höhe steigenden Stimme betörte Lex bei dem bewegenden Liebeslied "Zueignung" von Richard Strauss. Den ganzen Liebreiz ihres strahlenden Soprans entfaltete Christiane Linke in der anspruchsvollen Arie "Ne andro lantana" aus "La Wally".

Einen Sonderapplaus bekam Sigrid Althoff für ihre großartige Klavierbegleitung. Sie gab mit virtuosem Spiel wieder das sichere Fundament für den Gesang. Erst nach zwei Zugaben entließ das Publikum Chor und Solisten.