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Swing und Küsse

Mitreißendes Frühlingskonzert der Räuber mit Bergisch Brass-Quartett

Von KATJA LEPPERHOFF

GUMMERSBACH. Der Frühling hat uns fest im Griff. Deshalb ließ es sich der Quartettverein "Die Räuber" unter der Leitung von Gus Anton nicht nehmen, sein Publikum auf einen musikalisch unterhaltsamen Streifzug durch die schöne Jahreszeit einzuladen. Im gut besetzten Theater der Stadt präsentierten der Chor und das Bergische Brass-Quartett bekannte Melodien aus Operette, Musical und Schlager. Am Flügel gab es ein neues Gesicht: Michael Otto gab als Begleiter seinen gelungenen Einstand.

An der Donau machten die Räuber zuerst Station. Mit dem stimmungsvoll vorgetragenen Lied von Robert Stolz "Im Prater blüh'n wieder die Bäume" konnten die Zuhörer Frühlingsluft aus der Walzerstadt Wien schnuppern. Nächster Halt war in der Stadt der Liebe, Paris. Heiter und schwungvoll erklang das Trinklied aus der Operette "Pariser Leben" von Jacques Offenbach. Da drehte sich vom Alkoholgenuss das Zimmer und der Kopf war wie ein Luftballon, aber einen Vorteil gab es auch, den die schönen Damen waren doppelt zu sehen. Vom Wiener Großmeister der Operette, Leo Fall, stammten drei mitreißend gesungene Lieder, die von Liebe, dem Tanzen und Reichtümern handelten. Herrlich amüsant, jedoch auch mit einem Quäntchen Ironie, gaben die Räuber zwei Stücke von Max Raabe und Anette Humpe zum Besten. "Küssen kann man nicht allein" und "Für Frauen ist das kein Problem" erinnerten an die goldenen Zwanziger.

Bergisch Brass begeisterte mit astreinem Bläserklang. Ihre Dixie-, Swing- und Jazzmusik machte einfach gute Laune. Von den fröhlichen Fripperies, was übersetzt Firlefanz heißt, konnten die Zuhörer nicht genug bekommen. Der fetzige Charleston ging direkt ins Bein.

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