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Beschwingte Vorfreude

Harfenklänge schufen beim Weihnachtskonzert der "Räuber" eine besondere Atmosphäre.

Beschwingte Vorfreude Mit ihrem einzigen Weihnachtskonzert sorgten "Die Räuber" für andächtige Stimmung in der evangelischen Kirche von Derschlag.
Foto: Schmittgen)

Von Katja Lepperhoff

 Derschlag. Jeder Einzelne verbindet eigene Bilder mit dem Zauber der Weihnacht. Musik gehört jedoch für alle dazu. Nicht nur deshalb hatten sich viele Zuhörer in der evangelischen Kirche Derschlag eingefunden. Zählen doch die Adventskonzerte des Quartettvereins "Die Räuber" in jedem Jahr zu den besonderen Ereignissen. Als der Gummersbacher Traditionschor unter der Leitung von Gus Anton vor dem festlich geschmückten Tannenbaum Aufstellung genommen hatte, setzte er sogleich das Motto des Konzerts "Lasst uns von der Weihnacht singen" stimmgewaltig in Töne um.

Wie nicht anders zu erwarten, überzeugten die Sänger schon beim festlichen Anfangslied "Transeamus usque Bethlehem" mit gewohnter Gesangsqualität. Simone Bönschen-Müller war sichere Begleitung am Klavier. Deutliche Sprache und fein differenzierte Dynamik machten das melodische Wiegenlied "Bajuschki baju" zu einem berührenden Hörgenuss. Raumgreifend und wohltönend erklangen die "Weihnachtsglocken" in einem Chorsatz von Gus Anton.

Dynamisch spannungsvoll und rhythmisch exakt interpretierte der Chor den "kleinen Trommelmann". Erstklassig, wie es den Sängern gelang, mit Liedern wie "Der Traum vom Weihnachtsbaum" feierliche Stimmung vor den inneren Augen der Zuhörer entstehen zu lassen. Die Harfe faszinierte mit ihrem eigenen Klang und schuf so eine besondere Atmosphäre. Sonja Jahn spielte das "Instrument der Engel". Mal begleitete sie feinfühlig den leuchtenden Sopran von Diana Petrova bei einem Wiegenlied von Michael Glinka, dann wieder zeigte sie sich als temperamentvolle Solistin bei "Baroque Falmenco". Spanische Musik voller Leidenschaft verband sich bezaubernd mit filigranen, barocken Klängen.

Schwungvoll gerieten die letzten Vorträge der "Räuber" von "Feliz Navidad" und "Winterwunderland". Da kam neben der andächtigen Stimmung auch beschwingte Vorfreude aufs Fest auf. Mit dem bekanntesten Weihnachtslied der Welt, "Stille Nacht, heilige Nacht", verabschiedete der Quartettverein das begeistert applaudierende Publikum.

Beschwingte Vorfreude