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Silvester-Cocktail: Beifall als ständiger Begleiter

Ein Artikel der Oberberischen Volkszeitung vom 2. Januar 2012

Von Ulrich Klein, 02.01.12, 12:15h

Es brauchte nur ein paar Minütchen, da war schon klar, dass auch die 40. Auflage des traditionellen Silvester-Cocktails eine kurzweilige Veranstaltung werden würde. Die Räuber und ihre Kumpanen begeistern das Publikum.

GUMMERSBACH - Es brauchte nur ein paar Minütchen, da war schon klar, dass auch die 40. Auflage des traditionellen Silvester-Cocktails eine kurzweilige Veranstaltung werden würde. Als Tenor Stefan Lex und die Räuber ihr "Das gibt's nur einmal" in den Saal schmetterten, rollte die erste größere Beifallswelle durch das Gummersbacher Bühnenhaus, und aus höflichem Applaus wurde schnell schiere Begeisterung im Auditorium.

1323357239184lImposantes Bühnenbild, imposanter Chor:
Die Räuber vor der Halle 32 sowie dem Entwurf der neuen Handballarena.
(Fotos: Hillenbach)

Beifall sollte denn auch der ständige Begleiter eines Abends werden, an dem nicht nur die gastgebenden Räuber, sondern auch ihre Mitstreiter ein launiges Programm auf die Bühne zauberten.

Während die Räuber professionell ihre herausragenden Qualitäten sowohl als "Chor der Zimmerleute", als auch bei "Wein, Weib uns Gesang" oder beim Versprechen "Aber heut' sind wir fidel" eindrucksvoll demonstrierten, glänzte das Ensemble Pomp-A-Dur mit optischen Reizen und individuellen Können gleichermaßen. P-A-D-Gründerin und Pianistin Sigrid Althoff überzeugte derweil mit gewohnt filigranem Klavierspiel.

Richtig Pepp gab der Veranstaltung der Althoff-Gatte, Tenor und Entertainer Stefan Lex. Das Multitalent brillierte sowohl stimmlich als auch komödiantisch: ob als leicht prolliger Borussia Dortmund-Fan, als Gesangs- und Sketchpartner der ebenfalls stimmgewaltigen Sopranistin Christiane Linke oder als Solist, der eigentlich "heute ins Maxime gehen" wollte, statt ins Bühnenhaus, es sich dann aber zur Freude der Gummersbacher doch anders überlegt hatte.

Für erstaunte Aaahs und Ooohs sorgten zudem Zauberer Monin und seine Lehrlinge aus der neunten Klasse der Gesamtschule Reichshof, die Denklinger Burgschwäne mit ihren ulkig-ungelenken Ballett-Versuchen sowie die achtjährige Nachwuchs-Sopranistin Alexandra Lex-Althoff und das Duo Dunkelstein. Da wollte auch der Bürgermeister nicht nachstehen: Frank Helmenstein garnierte seinen Rück- und Ausblick mit manch humoriger Pointe. Beinahe selbstredend, dass die Konstanten in vier Jahrzehnten Silvestercocktail auch dieses Mal die gewohnte Qualität ablieferten: Bernhard Kyborgs Bühnenbild, das die Halle 32 und die künftige Handballarena zeigte, faszinierte ebenso wie Gus Antons souveräner Auftritt im Orchestergraben.