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Festliches Weihnachtskonzert mit dem Sinfonieorchester des Oberbergischen Kreises

Artikel der Oberbergischen Volkszeitung vom 14. Dezember 2011

Festliches Weihnachtskonzert des Q.V. "Die Räuber mit dem Sinfonieorchester des Oberbergischen Kreises im Spiegelsaal des Grand City Hotel in Gummersbach

Festliches Weihnachtskonzert

Ein Konzert des Sinfonieorchesters mit dem Quartettverein "Die Räuber" unter der Leitung von Gus Anton garantiert immer musikalische Abwechslung auf hohem Niveau. Auch in diesem Jahr war das festliche Weihnachtskonzert im Spiegelsaal des Grand City Hotel in Gummersbach wieder ein Publikumsmagnet.

Mit dem Trompeter Jonathan Müller wurde ein anspruchsvolles Programm geboten. Beim Hören von traditionellen und barocken Klängen stellte sich auch schnell unbeschwerte vorweihnachtliche Stimmung ein. Einen schwungvollen Auftakt gab das Orchester mit dem Allegro aus dem Brandenburgischen Konzert Nr. 3 von Johann Sebastion Bach. Angemessene Emotionalität ließ das Ensemble beim Adagio von Tomaso Albinoni spüren. Die beeindruckende Interpretation des traurig schönen Stückes war musikalisch ästhetisch und nicht, wie so oft, gefühlsüberladen.

Erinnerungen an eine unbekümmerte fröhliche Jugendzeit weckte die Uraufführung des Stückes "Kinderspiele" für Streicher, Holzbläser und Harfe von Gus Anton. Glitzender Harfenklang und das filigrane Pizzicato der Streicher zauberten märchenhafte Stimmung.

Das Sinfonieorchester begleitete den Quartettverein "Die Räuber" bei dem Lied "Transeamus usque Bethlehem". Souverän intoniert, mit warmem kompaktem Klangbild brachte der Chor das russische Weihnachtslied "Bajuschki baju" zu Gehör. Wunderbar innige Chorsätze wie "Weihnachtsglocken", "Leise rieselt der Schnee" oder das "Christrosenlie" wurden durch qualitativ hochwertigen Gesang des Quartettvereins zu einem exquisiten Vergnügen.

Ohrenzeuge virtuoser Trompetenmusik wurde man bei Konzert op. 9 Nr. 2 von Tomaso Albinoni. Der junge Solist Jonathan Müller überzeugte bei seinem Vortrag mit brilliant klarem Ton. Er überzeugte mit virtuoser Leichtigkeit in den schnellen, spritzigen Sätzen. Im lyrisch ruhigen Adagio ließ er den den Ton mit großem Atemfundus eindrucksvoll wachsen. Höfische Pracht verbreitete er mit elegantem Spiel bei einer Suite von Georg Friedrich Händel. Zum Schluß gab es begeisterten Applaus für ein Konzert, das die Zuhörer im Innersten ansprach.