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Musikalischer Silvester-Cocktail der besonderen Art

Silvesterkonzert 2009[Bilder: Martin Hütt.]

(uh/01.01.2010-16:47)

Gummersbach - Quartettverein „Die Räuber“ präsentierte seinem Publikum am letzten Abend des Jahres ein hochklassiges Programm.

Von Ursula Hütt

Bis auf den letzten Platz ausverkauft war das Theater der Stadt Gummersbach am Silvesterabend. Und das Kommen hatte sich gelohnt. Die Räuber, unter der Leitung von Gus Anton, verzauberten das Publikum durch heitere und teilweise humoristische Beiträge auf künstlerisch hohem Niveau. In diesem Jahr feierte der Quartettverein sein 50-jähriges Bestehen und so stand das diesjährige Silvesterkonzert unter dem Zeichen der Nostalgiewelle.

Silvesterkonzert 2009

Beeindruckend war auch das Bühnenbild – jeweils eine Gummersbacher Straßenszene. So begann das Konzert mit Glockenläuten und der katholischen Kirche im Hintergrund, wobei die Kirchgänger das Lied „Lobe den Herren“ anstimmten. Bei dieser Szene ging ein Raunen durch das Publikum, die Besucher hatten ja ein eher lustiges Konzert erwartet.

Und sie sollten im nächsten Akt auf ihre Kosten kommen. Die Bühne, diesmal „Der fröhliche Weinkeller“ im Jahre 1965, bot den passenden Hintergrund für Lieder von Willi Schneider und anderen Interpreten aus dieser Zeit. Bei dem bekannten Lied „Wenn das Wasser im Rhein Goldner Wein wär“ sang jeder im Publikum mit und die Stimmung erreichte den ersten Höhepunkt. Besonders beeindruckend an diesem Abend war der Sologesang von Christiane Linke und des Tenors Stefan Lex sowie die musikalische Begleitung durch Sigrid Althoff am Klavier und den Bassist Martin Schmidt.

Lex zeigte, dass er nicht nur ein brillanter Sänger ist, sondern durchaus auch schauspielerisches Talent hat. Mit einem Sketch als „Reinemachefrau“ hatte er die Lacher im Publikum auf seiner Seite. Weitere musikalische Gäste bei diesem Konzert waren unter anderem der Fanfarenzug Lieberhausen und der Musikzug Bergerhof. Bürgermeister Frank Helmenstein verwies im Rückblick seiner Sylvesterrede auf die bereits erreichten Ziele im Zusammenhang mit der Umgestaltung des Stadtkerns der Stadt Gummersbach sowie in der Vorausschau für das nächste Jahr auf die noch anstehenden Projekte, wie die weitere Nutzung des ehemaligen Steinmüllergeländes, des früheren Ackermann-Areals sowie der Neugestaltung des Bismarckplatzes. Er sagte in seiner Rede „All my troubles seemed so far away“, womit er sicherlich eine positive und optimistische Grundstimmung für das Jahr 2010 unterstreichen wollte.