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Räuber boten buntes Programm zum Jahresabschluss

oa_logoEin Artikel der Oberberg Aktuell

(ls/16.01.2008-00:00)

(ls/1.1.2008 -18:35) von Leif Schmittgen
Gummersbach - Im ausverkauften Bühnenhaus boten die Räuber mit Gästen gestern Abend einen musikalisch-ironischen Jahresrückblick.

silvester_2008-12-31_01[Bilder: Leif Schmittgen --- Mit Pauken und Trompeten liesen die Räuber gestern Abend das Jahr im Bühnenhaus ausklingen.]

Zum 39. Silvestercocktail des Quartettvereins „Die Räuber“ war das Gummersbacher Bühnenhaus gestern Abend bis auf den letzten Platz gefüllt. Wie in jedem Jahr hatten die Sänger auch gestern wieder ein hochkarätiges Programm mit vielen Überraschungen für das Publikum bereitgehalten. Als Gastsänger überzeugte der Tenor Stefan Lex, der neben seinem gewaltigen Stimmrepertoire auch als Moderator und Humorist auf ganzer Linie überzeugte.

silvester_2008-12-31_02[Die Solisten Stefan Lex und Christiane Linke stießen auf das abgelaufene Jahr an und überzeugten stimmlich wie humoristisch auf ganzer Linie.]

Gemeinsam mit der Wuppertaler Sängerin Christiane Linke verzauberte er mit Duetten, in denen es, ganz zum Amüsement des Publikums, immer wieder Unterbrechungen mit kleinen Sticheleien zwischen den beiden Künstlern kam. Es wurde nicht nur klassische Musik geboten, auch moderne Klänge wie Titel von Michael Jackson, oder Falcos „Rock me Amadeus“ röhrten aus den Boxen. Dazu tanzte die Morsbacher Formation „Die Wolpertinger“, die mit ihren akrobatischen Einlagen schnell die Begeisterung der Zuschauer auf ihrer Seite hatten.

Die Bigband des Blasorchesters Marialinden sorgte für jazzige Klänge im Bühnenhaus und brachte das Flair von „New York“ in die Kreisstadt. Mit Blasinstrumenten umgehen konnte auch der “Globetrotter“. Er mimte mit dem Mund eine Querflöte, blies aber in den Mikrofonständer. Als seine Geige zur vermeintlichen Trompete mutierte, waren ihm die Lacher des Publikums gewiss. Die Räuber selbst würzten ihre Lieder mit viel Ironie und nahmen die Gäste mit auf eine Reise durch das abgelaufene Jahr 2007.

So wurde beispielsweise der VfL auf die Hörner genommen. Das in den 70er Jahren aufgenommene Lied „Das liegt am VfL“ wurde kurzerhand umgedichtet. „Gummersbach war ja überall bekannt. Das lag am VfL“, sangen die Räuber und kritisierten damit den Komplettumzug der Handballer nach Köln. Gemeinsam mit dem „Duo Dunkelstein“ zelebrierten sie im Anschluss den Gewinn des Weltmeistertitels der Handball Nationalmannschaft, deren Trainer Heiner Brand ja bekanntlich ein „echter“ Gummersbacher ist.

Auch Stadtoberhaupt Frank Helmenstein wurde aufs Korn genommen. In einem eigens komponierten Lied, in dem es unter anderem „Frankies Heimatstadt, die nun eine neue Uni hat“ hieß, hatten die Räuber das stadtpolitische Engagement des Bürgermeisters parodistisch unter die Lupe genommen. Auch die Unterschriftenaktion von Ina Albowitz gegen das geplante Einkaufszentrum auf dem Steinmüllergelände wurde ordentlich parodiert.

Ganz im Zeichen der Stadtjubiläen stand auch die gesangliche Darstellung des Gummersbacher Stadtlaufes. In historischen Kostümen standen die Sänger auf der Bühne und besangen den laufenden Frank Helmenstein, der als Pappfigur auf die Bühne gestellt wurde. Helmenstein selber war natürlich auch anwesend und blickte in einer Ansprache während der Umbaupause auf das Jahr 2007 zurück.

Als einen der größten Erfolge bezeichnete er die rasanten Entwicklungen auf dem Steinmüllergelände und der größten Baustelle im Stadtgebiet in Herreshagen-Sonnenberg. Man darf gespannt sein, was sich die Räuber für das kommende Silvesterjubiläumskonzert einfallen lassen. Die Zuschauer jedenfalls waren vom gestrigen Cocktail restlos begeistert.