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Weihnachtliche Vorfreude

Festliches Konzert von Symphonie-Orchester und „Räubern“

OVZ Artikel vom 14. Dezember 2010 – Oberbergische Kultur – von Katja Lepperhoff

Weihnachtliche Vorfreude

Was wäre Weihnachten ohne Musik? Nicht nur helle Lichter erleuchten das Fest, feierliche Klänge gehören genauso dazu. Beim ausverkauften Konzert des Symphonie-Orchesters des Oberbergischen Kreises und des Quartettvereins „Die Räuber“, beide unter der Leitung von Gus Anton, sowie zweier Solisten genossen die Zuhörer Vorfreude auf die schönste Zeit des Jahres.

Im ausverkauften Spiegelsaal des Grand City Hotel begann die Reise in das Reich stimmungsvoller Musik aus unterschiedlichen Epochen  mit einem strahlenden „Kyrie und Gloria“ für Chor und Orchester von Franz von Suppe. „Die Räuber“ boten mit klanglicher Fülle, blitzsauberer Intonation und gestalterischer Kraft eine gewohnt starke Leistung. Der Chor interpretierte all seine Vorträge mit kultiviertem wortverständlichem Gesang. Bei Liedern wie „Der Traum vom Weihnachtsbaum“ und „Der kleine Trommelmann“ verbreitete er geborgene, wohltuende Atmosphäre.

Das stets auf den Punkt agierende Orchester tat sich nicht nur als angemessen sensibler Begleiter hervor, es glänzte auch mit einer innig zarten Interpretation des „Intermezzo sinfonico“ von Pietro Mascagni. Perlend spritzige Barockmusik stand mit „La Notte“ von Antonio Vivaldi auf dem Programm.

Jennifer Seubel entfachte bei diesem Werk auf ihrer Querflöte ein musikalisches Feuerwerk. Bravourös meisterte sie rasante dramatische Ausbrüche, denen sie lyrisch schön gestaltete Passagen kontrastreich gegenüber setzte.

Aus den Reihen des Symphonie-Orchesters kommt die Soloviolinistin Meei-tsu Wang-Kut. Ihr Spiel war gefühlvoll und technisch versiert. Es bezauberte beim „Andante Cantabile“ von Giuseppe Tartini mit der Magie eines warmen runden Tons. Beide Solistinnen wurden vom Publikum mit Bravo-Rufen und tosendem Beifall bedacht.

Mit dem wohl bekanntesten und beliebtesten Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ verabschiedeten sich „Die Räuber“ und das Symphonie-Orchester von einem begeistert applaudierendem Publikum.